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Ausschreibung der Kulturfondspreise 2023

21.03.2023

Spartenübergreifende Kulturarbeit und Forschung im Fokus

Seit 2003 zeichnet der Kulturfonds der Stadt Salzburg jährlich innovative Ansätze und besondere Leistungen aus den Bereichen Kunst & Kultur und Wissenschaft & Forschung aus. Bei der Vergabe der beiden internationalen Hauptpreise – ausgeschrieben mit je 12.000 Euro – setzt der Kulturfonds jedes Jahr wechselnde inhaltliche Schwerpunkte.

Heuer liegt der Fokus für die Hauptpreise in der Sparte Kunst & Kultur auf spartenübergreifendem Arbeiten. Im Bereich Wissenschaft & Forschung wird der Hauptpreis für Forschungsarbeit vergeben, die speziell auf die Verbindung von Disziplinen aus den Geistes-/Kunst- und Naturwissenschaften fokussiert sind. Ziel ist es neue Impulse zu setzen.

Außerdem gibt es wieder einen Salzburgpreis (dotiert mit 10.000 Euro + 4.000 Euro für die Vergabe einer Patenschaft) und einen Förderpreis für Kunst & Kultur bzw. Wissenschaft & Forschung (Dotierung jeweils 6.000 Euro). Ebenfalls wird ein Kultur- oder Wissenschaftsförderpreis an ein Projekt oder Vorhaben vergeben mit/für Kindern und Jugendlichen aus der Stadt Salzburg (ausgeschrieben mit 6.000 Euro). Engagement, Innovation und Qualität sollen dabei gleichermaßen eine entscheidende Rolle spielen.
Für Vizebürgermeister und Vorsitzender des Kulturfondskuratoriums Bernhard Auinger ein wichtiges Projekt: „Interdisziplinäre Kulturarbeit und Forschung sind neben ihrer Innovationskraft, wichtige Punkte der Kulturstrategie 2024. Durch diesen Schwerpunkt der diesjährigen Kulturfondspreise können wir zukunftsweisende Kooperationen gezielt unterstützen.“

Anträge und Preisvorschläge können bis Montag, 15. Mai 2023 per E-Mail oder Post eingereicht werden. Die Preisträger:innen werden im Sommer ausgewählt und das Fest zur Preisverleihung findet im Spätherbst 2023 statt.

Einreichung bis 15. Mai 2023

an kulturfonds@stadt-salzburg.at
ODER
Kulturfonds der Landeshauptstadt Salzburg
Geschäftsführung
Magistratsabteilung 2 – Kultur, Bildung und Wissen
Mozartplatz 5, Postfach 63
5024 Salzburg

Weitere Infos zum Kulturfonds finden Sie unter www.kulturfonds.at, die Ausschreibung zum Download am Seitenende.

„Lesen ist WAU!“ – Leseförder-​Projekt der Stadtbibliothek ist ein großer Erfolg

09.03.2023

Auinger: „Unsere Stadtbibliothek ist mehr als ein Ort der Bücher.“

Seit Oktober 2014 bietet die Stadtbibliothek ihre Leseförder-Initiative „Lesen ist WAU!“ für Kinder mit Leseschwäche an. Gemeinsam mit Hundetrainer Alois Russegger von der Hundeschule Pfarrwerfen lesen Schüler:innen in kleinen Gruppen Hunden etwas vor. Das Angenehme daran: die Vierbeiner kritisieren die Kinder nicht, sollten sie Fehler machen, sondern hören entspannt zu und genießen die Streicheleinheiten im gemütlichen Ambiente der Stadtbibliothek.

Hundetrainer Alois Russegger übt mit der Gruppe nicht nur das Lesen, sondern auch das Leseverständnis. Fünf bis maximal sieben Schüler:innen sind alle 14 Tage für eine Stunde in der Stadtbibliothek und das bis zu zehn Mal, um merklichen Fortschritt zu erreichen. Durch den Bezug zum Hund wird das Lesen mit Entspannung assoziiert und die Schüler:innen beginnen Spaß daran zu haben. Auch durch den Ortswechsel – von der Schule in die Bibliothek – haben die Kinder einen geschützten Raum, um zu üben.

Auch Vizebürgermeister Bernhard Auinger ist begeistert von dieser Initiative: „Es zeigt, dass die Stadtbibliothek mehr als nur eine Bibliothek ist. Sie ist ein Ort des Wissens, der Kultur, aber auch ein Ort der Bildung. Es ist schön zu sehen, was für ein Erfolg unser Leseförderprojekt ist und dass es den Salzburger Schüler:innen hilft.“

Aber woher kommt die Idee? Das Projekt stammt ursprünglich aus den USA: Aus Untersuchungen geht hervor, dass Kinder, für die das Lesen keine leichte Aufgabe ist, nicht gerne laut vorlesen. Vor einem Hund können die Kinder diese Schwierigkeiten vergessen, denn der ruhige Vierbeiner wertet die Kinder nicht, sondern wedelt zur Aufmunterung mit dem Schwanz, wenn ein kleines Hoppala passiert. Oft kommt es dann dazu, dass die Schüler:innen zu Lesefans werden und richtig Spaß daran finden.

„Lesen ist Wau!“ ist eine europaweit geschützte Marke der Stadt Salzburg. Mit der Anmeldung beim Europäischen Patentamt konnte sichergestellt werden, dass die Leseförderung mit Hunden nicht kommerzialisiert wird.

Geschichte von nebenan: Grätzl-​Walk über Leben und Wirken von Frauen in Lehen

08.03.2023

Bgm. Stv. Auinger: „Geschichte von nebenan als innovative Wissensvermittlung“

Anlässlich des Internationalen Frauentags laden das Stadtarchiv und der Bewohnerservice Lehen zum nächsten Grätzl-Walk, am 9.März um 17 Uhr, ein. Die Leiterin des Stadtarchivs und Expertin für Frauengeschichte, Sabine Veits-Falk, spaziert mit den Besucher:innen durch Lehen und erzählt außergewöhnliche und überraschende Geschichten über bekannte und weniger bekannte Frauen.

Vorgestellt werden Lehenerinnen aus Literatur, Kunst, Kultur und Wirtschaft. Dazu zählen auch Namensgeber:innen von Straßen wie die Fotografin Inge Morath, die Weltreisende Marie Andeßner oder die Schriftstellerin Luise Esshaver. Neben den bekannten Persönlichkeiten, stehen auch Frauenschicksale im Fokus, wie ein Blick auf die Stolpersteine zeigt. Außerdem finden sich zwei Werke der Künstlerin Hilde Heger in Lehen.

„Frauen haben, genauso wie Männer, die Vergangenheit der Stadt Salzburg entscheidend geprägt, dennoch finden sich ihre Schicksale, Leistungen und Werke leider seltener im kollektiven Gedächtnis wieder. Seit Jahren beschäftigt sich das Stadtarchiv intensiv mit Frauen- und Geschlechtergeschichte. Das Format ‚Geschichte von nebenan‘ bringt diese Forschungstätigkeit aus dem Stadtarchiv direkt unter die Leute – für mich ist das innovative Wissensvermittlung“, berichtet Bürgermeister-Stellvertreter Bernhard Auinger.

„…von nebenan“-Formate der Stadt Salzburg

Seit Herbst 2019 bringen die beliebten Spaziergänge Wissenswertes aus den Stadtteilen den Salzburger:innen näher. Auch dieses Jahr kann man zu den verschiedensten Bereichen in Salzburg Spannendes lernen: Die Arbeit von Forschungseinrichtungen steht bei „Forschung von nebenan“ im Fokus. Die Spaziergänge „Kunst von nebenan“ zeigen Kunstwerke im öffentlichen Raum. Bei „Geschichte von nebenan“ dreht sich alles um historische Aspekte, wie die Benennung von Straßen oder Frauengeschichte im Stadtteil.
Ziel ist es, Wissen leicht verständlich zu vermitteln. „Forschung/Kunst/Geschichte von nebenan“ lädt ein, die Nachbarschaft mit anderen Augen zu sehen und kennenzulernen. Man möchte auf Dinge aufmerksam machen, die im hektischen Alltag oft zu wenig wahrgenommen werden.

Bei „Kunst und Geschichte von nebenan“ kommt die Expertise aus der Stadtverwaltung (Team Stadtgalerien, Team Stadtarchiv). Durch die Zusammenarbeit mit den Bewohnerservice-Stellen gelingt es, Menschen im Stadtteil anzusprechen.

Bei „Forschung von nebenan“ wird mit Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammengearbeitet. Dabei sollen die Salzburger:innen Gelegenheit haben, zu entdecken, woran Wissenschaftler:innen in ihrer direkten Umgebung arbeiten.

Ins Leben gerufen wurden die Formate als ein Projekt der Wissensstadt Salzburg (MA 2 – Kultur, Bildung und Wissen). Die Spaziergänge richten sich an alle, die im Umfeld wohnen, aber auch an alle anderen Salzburger:innen, die neugierig auf ein Thema sind und gerne Neues erfahren möchten.

Ausblick auf die Themen und Termine 2023

Forschung von nebenan – in Zusammenarbeit mit dem Salzburg Centre of European Union Studies

  • 26. April, 18 Uhr: Andras Jakab: „Illiberalismus in der Europäischen Union: Gründe, Gegenmittel und Aussichten“
  • 24. Mai, 18 Uhr: Doris Wydra: „Kampf um liberale Werte. Was für die EU in der Ukraine auf dem Spiel steht“
  • 21. Juni, 18 Uhr: Martin Knoll „Tourismus und Nachhaltigkeit – historische Perspektiven auf ein aktuelles Thema“

Kunst von nebenan – in Zusammenarbeit mit dem Team der Stadtgalerien und den Bewohnerservice-Stellen

  • 11. Mai, 16 Uhr Grätzl-Walk zu Kunst im Stadtraum Aigen
  • 15. Juni: Grätzl-Walk zu Kunstwerken im Stadtraum Lehen

Geschichte von nebenan – in Zusammenarbeit mit dem Team des Stadtarchivs und den Bewohnerservice-Stellen

  • 9. März, 17 Uhr: Grätzl-Walk über Leben und Wirken von Frauen in Lehen
  • Juni: Straßennamen in Lehen und ihre Bedeutung
  • Herbst: Frauen-Spaziergang durch Itzling & Elisabeth-Vorstadt