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Stadt Salzburg prüft Fanzone für Fußball-WM 2026

24.11.2025

Anstoßzeiten geben „Ausschlag“
Nach der erfolgreichen Qualifikation des österreichischen Nationalteams prüft die Stadt Salzburg in den kommenden Wochen, ob und unter welchen Rahmenbedingungen eine Fanzone mit Public Viewing für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 umgesetzt werden kann. Ziel ist es, eine stimmungsvolle, sichere und organisatorisch realistische Lösung anzubieten.

Bürgermeister Bernhard Auinger dazu „Die Fanzone 2024 in Nonntal hat gezeigt, wie sehr die Menschen in Salzburg gemeinsame Fußballmomente schätzen. Nach der starken Qualifikation unseres Teams wollen wir – sofern es organisatorisch und finanziell machbar ist – erneut ein gemeinschaftliches Fußballerlebnis ermöglichen. Wir prüfen das seriös, sachlich und mit Rücksicht auf Nachbarschaften und Ressourcen.“

Die Erfahrungen aus der Fanzone Nonntal 2024 zeigen klar, wie stark die Salzburger:innen solche gemeinschaftlichen Fußballmomente annehmen. Tausende Besucher:innen, friedliche Stimmung und ein positives Echo haben deutlich gemacht, welches verbindende Potential solche Events besitzen.

Die FIFA-Fußball-WM 2026 wird erstmals in drei Ländern ausgetragen – Mexiko, USA und Kanada. Das Turnier beginnt am 11. Juni 2026, das Finale findet am 19. Juli 2026 statt. Eine der größten Herausforderungen sind die verschiedenen nordamerikanischen Zeitzonen, die sechs bis neun Stunden hinter mitteleuropäischer Zeit liegen. Für Fans in Europa bedeutet dies: Viele Spiele werden spätabends oder nachts ausgetragen. Erste Hinweise liefern große Turniere in Amerika – zuletzt die Klub-WM 2025, bei der Ankickzeiten teils bei 18:00 Uhr, 20:00 Uhr, aber auch 23:00 Uhr und 02:00 Uhr MESZ lagen.

Indoor-Varianten und mögliche Anbindung ans Stadtfest werden geprüft

Aufgrund der erwarteten späten Anstoßzeiten kommen vor allem lärmarme Indoor-Lösungen in Frage – etwa Sporthallen oder multifunktionale Veranstaltungsräume. Die Stadt analysiert derzeit:

  • räumliche Verfügbarkeit
  • lärmschutzrechtliche Rahmenbedingungen
  • Sicherheits- und Verkehrsfragen
  • Kosten und organisatorische Machbarkeit
  • zu erwartende Besucher:innenzahlen

Ebenso wird geprüft, ob und wie eine Indoor-Fanzone im Juni als ergänzender Baustein in das Stadtfest „Wir bauen Brücken!“ integriert werden könnte – vorausgesetzt, die Spielansetzungen ermöglichen ein gemeinsames Public Viewing.

Entscheidungsgrundlage nach der Auslosung Anfang Dezember
Die Auslosung der WM-Gruppen findet Anfang Dezember statt. Spätestens 24 Stunden nach der Auslosung legt die FIFA die exakten Spielorte und Ankickzeiten fest. Erst dann ist klar, wann und wo das österreichische Nationalteam spielt – und welche Matches realistisch für Public-Viewing-Formate geeignet sind. Die Stadt erstellt bis dahin eine Machbarkeitsstudie, in die auch Erfahrungen aus früheren Amerika-Weltmeisterschaften (1994) und aus Brasilien 2014 einfließen.

Kulturfondspreise zum 61. Mal vergeben im Zeichen von 80 Jahren Frieden in Salzburg

18.11.2025

Am Montag, dem 17. November, verlieh die Stadt Salzburg zum bereits 61. Mal die Kulturfondspreise des Jahres 2025. Sechs Personen und Institutionen wurden für ihre herausragenden Leistungen in den Bereichen Kunst & Kultur und Wissenschaft & Forschung geehrt. Die Preisverleihung stand in diesem Jahr im Zeichen des Friedens – ein Thema, dass sich durch die gesamte Arbeit der Kulturabteilung in diesem Jahr zieht, aufgrund des 80-jährigen Jubiläums zum Ende des zweiten Weltkrieges.

Bürgermeister Bernhard Auinger betont: „80 Jahre nach der Befreiung Europas vom Nationalsozialismus ist das Eintreten für Frieden und Verständigung aktueller denn je. Die zahlreichen Einreichungen zu den Kulturfondspreisen 2025 zeigen eindrucksvoll, wie sehr Menschen sich für Dialog, Respekt und Zusammenhalt engagieren. Sie sind zugleich ein starkes Zeichen dafür, dass Salzburg als lebendige, vielfältige und inklusive Kultur- und Wissenshauptstadt unser Zusammenleben prägt – und diese Stadt so besonders lebenswert macht.“

„Herzliche Gratulation an die diesjährigen Preisträger:innen! Die prämierten Institutionen und ausgezeichneten Personen leisten mit ihrer kulturellen oder wissenschaftlichen Arbeit einen wertvollen Beitrag für die Kultur- und Wissenslandschaft in Salzburg. Sie stärken die Substanz dieser Stadt und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Durch die Preise des Kulturfonds soll dies sichtbar gemacht werden und Dank und Respekt zurückgegeben werden“, freut sich Kulturabteilungsvorständin Dagmar Aigner.

Wie bereits in den Vorjahren wurden auch heuer Videoporträts von Schaller08 präsentiert, die die Preisträger:innen und ihre beeindruckenden Arbeiten eindrucksvoll in Szene setzten. Für musikalische Umrahmung des Festabends sorgte der Musiker und Komponist Jonathan Lucas Hauser, der sein Werk „Leb wohl“ präsentierte. Salzburg Academy for Dance Arts begeisterte mit den Tanzstücken “Wüstenrose“ und „Blush“.

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2025: 

  • Internationaler Hauptpreis für Kunst & Kultur (dotiert mit 12.000 Euro)
    Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen

Seit ihrer Gründung im Jahr 1986 ist die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen ein zentraler Treffpunkt für gesellschaftliche Debatten in Salzburg. Der Zukunftsforscher und Publizist Robert Jungk (1913–1994) legte damit den Grundstein für eine Einrichtung, die bis heute darauf ausgerichtet ist, Wissen über Zukunftsfragen zu sammeln, kritisch zu hinterfragen und allen Interessierten zugänglich zu machen.
Anlässlich der Preisverleihung veranstaltet die JBZ im Februar 2026 eine besondere Trilogie von Montagsrunden, die diesem Thema gewidmet ist – als Beitrag an die Stadt, „etwas zurückzugeben“. Dabei präsentieren der Zeithistoriker Oliver Rathkolb, die Journalistin Rosa Lyon und die Science-Fiction-Expertin Isabella Hermann ihre aktuellen Publikationen.

  • Internationaler Hauptpreis für Wissenschaft & Forschung (dotiert mit 12.000 Euro)
    Yvonne Wasserloos

Seit 2022 lehrt Yvonne Wasserloos als Professorin für Musikwissenschaft an der Universität Mozarteum Salzburg, wo sie auch den interdisziplinären Schwerpunkt „Musik und Macht – Dimension und Kontext“ leitet. Ihre Forschung beschäftigt sich intensiv mit der gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Bedeutung von Musik – insbesondere im Zusammenhang mit Demokratie und Erinnerungskultur. Ein besonderer Fokus ihrer Arbeit liegt auf der Forschung zur Zerstörung von (im-)materiellem kulturellem Erbe im Nationalsozialismus sowie zu Fälschungen in der Musikgeschichtsschreibung dieser Zeit.

  • Förderpreis für Kunst & Kultur (dotiert mit 6.000 Euro) 
    Initiative Freies Wort

Die ARGE Initiative Freies Wort – bestehend aus Tomas Friedmann, Albert Lichtblau und Karl Müller – erinnert jedes Jahr am 30. April an die Bücherverbrennung von 1938 in Salzburg. Ursprünglich als einmaliges Projekt zum 75. Jahrestag im Jahr 2013 gedacht, entwickelte sich daraus ab 2019 eine dauerhafte Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem Salzburg Museum und weiteren Partner:innen.
Durch die Verbindung historischer Erinnerung mit aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen schafft die Initiative einen wichtigen Raum für kritisches Nachdenken, Dialog und demokratische Bildung.

  • Förderpreis für Wissenschaft & Forschung (dotiert mit 6.000 Euro)
    Forschungsteam NS-Zwangslager und Zwangsarbeit im Raum Salzburg

Das Forschungsprojekt „NS-Zwangslager und Zwangsarbeit im Raum Salzburg in der Zeit des Nationalsozialismus“ wurde von Dr. Johannes Dafinger ins Leben gerufen. Gemeinsam mit den Studierenden Cassandra Burgstaller, Tobias J. Bidlingmaier, Markus Zartner, Antonia Hauser und Lena Thurnhausstatter setzte er ein anspruchsvolles wissenschaftliches Vorhaben um. Ziel war es, die lokale Dimension der NS-Zwangsarbeit sichtbar zu machen und die enge Verflechtung zwischen Stadt und Lagerstrukturen aufzuzeigen.
Aus der intensiven Zusammenarbeit sind zahlreiche Folgeaktivitäten entstanden: Die Beteiligten halten Vorträge auf Konferenzen, gestalten Workshops und bringen sich aktiv in die öffentliche Erinnerungskultur ein.

  • Förderpreis für Kinder- und Jugendprojekte (dotiert mit 6.000 Euro) 
    das kleine theater

Seit vier Jahrzehnten steht das kleine theater für freie Theaterarbeit, kreative Begegnungen und gesellschaftlichen Austausch in Salzburg. Mit dem Projekt „Alpha2Boomer“ wurde ein außergewöhnliches Beispiel für generationenübergreifenden Dialog geschaffen.
Unter der künstlerischen Leitung von Caroline Richards arbeiteten professionelle Künstler:innen gemeinsam mit Schüler:innen der 1b-Klasse der Mittelschule Taxham sowie Senior:innen aus Salzburg. Das Ergebnis: ein multimediales Bühnenprojekt, das im Juni 2025 aufgeführt wurde. Grundlage waren reale Begegnungen zwischen Jung und Alt – Geschichten, Szenen, Choreografien und Filme, die aus echtem Austausch entstanden und Verständnis füreinander förderten.

  • Salzburgpreis (dotiert mit 10.000 Euro + 4.000 Euro für Vergabe einer Patenschaft) 
    Hans Peter Graß

Hans Peter Graß gehört zu den zentralen Persönlichkeiten der Friedenspädagogik in Salzburg – mit Wirkung weit über die Stadt hinaus. Sein unermüdliches Engagement für Gewaltfreiheit, Demokratie, Zusammenhalt und ein respektvolles Miteinander prägt seit Jahrzehnten die Bildungsarbeit in diesem Bereich.
Bereits in den 1980er-Jahren engagierte er sich in der Zivildienstberatung, ab 1991 im Verein für Friedenspädagogik. Als pädagogischer Mitarbeiter und später Geschäftsführer im Friedensbüro agierte er viele Jahre als eine zentrale Figur, die sich mit Themen wie Mobbing, Vorurteile, Feindbilder und Rassismusprävention beschäftigte. Auch nach seiner Pensionierung bleibt er dem Friedensbüro als ehrenamtlicher Berater treu. Sein Wirken verdeutlicht, dass Frieden kein Zustand, sondern ein fortlaufender, pädagogisch begleiteter Prozess ist.
Die mit dem Salzburgpreis einhergehende Patenschaft wird an die Young Peace Builders vergeben.

Was ist Gewalt? Das Programm der Stadt Salzburg gibt Antworten

18.11.2025

16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen mit gratis Kino, Theater, Symposium

Gewalt hat viele Formen – sichtbar und unsichtbar, laut und leise. Mit den „16 Tagen gegen Gewalt“ setzt die Stadt Salzburg auch heuer klare Schwerpunkte für Aufklärung, Sensibilisierung und konkrete Unterstützung. Im Arbeitsprogramm der Stadtregierung der Stadt Salzburg ist der Ausbau der „gewaltfreien Stadt“ als klare parteiübergreifende Zielvorgabe verankert – die 16 Tage sind ein wichtiger Baustein, um dieses Ziel in die Praxis umzusetzen. Das vielfältige Programm macht sichtbar, was Betroffene erleben, und zeigt Wege aus der Gewalt.

„In der Stadt Salzburg können wir die Subventionen für den Gewaltschutz 2026 in vollem Umfang ohne Kürzungen beibehalten. Denn wir wollen, dass die professionelle Arbeit weitergeführt wird und alle Betroffenen Hilfe und neue Perspektiven für ihre Situation finden“, sagt Bürgermeister Bernhard Auinger.

„Unser Programm wendet sich direkt an Betroffene. Wir wollen, dass Gewalt nicht verharmlost wird, sondern erkannt, benannt und bekämpft. Frauen und Mädchen sollen wissen: was dir passiert, ist nicht ok. Und es gibt Hilfe und Unterstützung“, sagt Stadträtin Andrea Brandner, Ressortleiterin Soziales und Vielfalt.

Gewalt erkennen und handeln

In der Stadt Salzburg stehen zahlreiche spezialisierte Beratungsstellen bereit, um Betroffene zu unterstützen. Trotzdem holen sich viele Menschen keine Hilfe – oft, weil sie ihre Situation nicht als Gewalt einordnen können oder sich schämen, darüber zu sprechen.

Hier setzt die 16-Tage-Kampagne an: Sie zeigt, wie vielfältig Gewalt sein kann, und stellt Werkzeuge zur Verfügung, die Betroffenen Orientierung geben.

Das Gewaltbarometer: Gewalt sichtbar machen

Ein Schwerpunkt ist das neue Gewaltbarometer der Stadt Salzburg. Es zeigt von „grün bis rot“, ob eine Beziehung respektvoll oder gefährdend ist – und wann Hilfe nötig wird.

Litfaß-Säulen mit dem Gewaltbarometer stehen in den nächsten Wochen an markanten Orten in der Stadt. Die progress-Werbung unterstützt diese Umsetzung.

Das Barometer ist in sieben Sprachen verfügbar – zusätzlich in eigenen Versionen für Kinder, Jugendliche sowie für Menschen in häuslicher Pflege. Es beantwortet Fragen wie:

  • Werden Hobbys, Freund:innen oder Familie akzeptiert?
  • Werden Meinungen klein gemacht?
  • Gibt es Kontrolle, Einschüchterung oder Drohungen?
  • Kommt es zu körperlicher Gewalt?

Isa Bojanovsky vom Gewaltschutzschirm erklärt: „Das Gewaltbarometer macht im Vorbeigehen sichtbar, was Gewalt ist. Der Film ‚Gefangen im Netz‘ zeigt eindrucksvoll, wie schnell junge Menschen durch Cybergrooming in gefährliche Situationen geraten können. Hier laden wir auch direkt Eltern ein, sich den Film anzusehen. Die Jugendlichen unterstützen wir konkret mit Workshops von Safer Internet.“

Was Beratung leistet und was alle tun können

Viele Betroffene sagen: „Ich bin kein typisches Gewaltopfer“, „Wir sind gerade in einer Ausnahmesituation“ oder „Er meint es nicht so“.

Die Frauenbeauftragte Alexandra Schmidt schildert aus der Praxis: „Wichtig ist die Frage: Werden Grenzen verletzt? Wird ein Übergriff erlebt oder vermutet? Beratung gibt es anonym und nur, wenn Betroffene das möchten.“

Gewalt passiert oft im direkten Umfeld. Zivilcourage und Aufmerksamkeit helfen Betroffenen unmittelbar.

Doris Wlczek-Spanring vom Projekt StoP (Stadtteile ohne Partnergewalt) betont: „Schauen Sie nicht weg, wenn Sie Gewalt vermuten. Bieten Sie Unterstützung an, verteilen Sie Informationsmaterial im Haus oder rufen Sie im Zweifel die Polizei. Jede Handlung kann entscheidend sein.“

Keynote beim Symposium: Ninia LaGrande

Die Autorin und Aktivistin Ninia LaGrande spricht beim Symposium über Strukturen, Machtverhältnisse und gesellschaftliche Verantwortung. Ihr Zitat fasst den Kern der 16 Tage eindrucksvoll zusammen:

„Gewalt ist keine Privatsache. Sie ist alltäglich, strukturell und politisch. Und wir können ihr nur begegnen, indem wir darüber sprechen. Indem wir Akte der Gewalt und diejenigen, die sie erfahren, sichtbar machen. Veränderung beginnt dort, wo wir nicht länger schweigen.“

Aushänge in städtischen Toiletten

In Damen- und Herrentoiletten werden künftig Informationen zu Grenzverletzungen, Gewaltformen und Anlaufstellen angebracht – sicher, anonym und diskret. QR-Codes führen direkt zu allen Angeboten.

 

Das Programm 2025

  • Symposium „Gewalt im Alltag“

Vier Perspektiven, die oft unsichtbar bleiben:

  1. Gewalt im Alter
  2. Gewalt gegen queere Menschen
  3. Gewalt gegen Menschen mit Behinderung
  4. Sicherheit im öffentlichen Raum
    Am 19. November, 15–18 Uhr, Tribühne Lehen
  • Film „Gefangen im Netz“ – mit Workshops

Cybergrooming und Kindesmissbrauch im Netz – begleitet von Workshops „Gemeinsam gegen Cybergrooming“.

20. November (Schulvorstellung) Mozartkino
9. Dezember (Abendvorstellung mit Gespräch) Mozartkino

  • „(K)einen Ton sagen“ – Film und Expert:innengespräch

Betroffene aus Nord- und Südtirol berichten über sexualisierte Gewalt.

24. November, Cineplexx Airport

  • „Die Zelle“ – Theater in Wohnungen

Gewalt in den eigenen vier Wänden – erzählt in leerstehenden Wohnungen in mehreren Stadtteilen.

11.–13. Dezember, unterschiedliche Standorte.

  • Fotowettbewerb „Licht und Schatten“

Gemeinsam mit LANA – Connecting Women from all Backgrounds.

Preisverleihung im Schloss Mirabell.

27. November, Marmorsaal

  • Cyberkonferenz für Schulen

Austausch zu digitaler Sicherheit und Prävention.

27. November, Tribühne Lehen

 

Warum die 16 Tage wichtig sind

Die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen sind weltweit zwischen 25. November – dem internationalen Gedenktag für alle Frauen und Mädchen, die Opfer von Gewalt wurden – und 10. Dezember – dem internationalen Tag der Menschenrechte. Während des Aktionszeitraums thematisieren Organisationen das Ausmaß und die verschiedenen Ausprägungen von Gewalt gegen Frauen. Denn Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat als fundamentale Menschenrechtsverletzung nachhaltige Folgen für die Betroffenen selbst, aber auch für die gesamte Gesellschaft.

Der Gedenktag geht auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal zurück, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich gegen die Diktatur aufgelehnt.

Seit 1999 ist der 25. November auch von den Vereinten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag anerkannt.

Die UN Frauenorganisation hat mit dem Titel „Orange The World“ dazu eine Kampagne gestartet: Weltweit erstrahlen in diesen 16 Tagen gegen Gewalt Gebäude in oranger Farbe, um ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen.