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Kindergärten und Schulen: Energiesparen ja – aber nicht auf Kosten der Kinder

12.10.2022
schulsachen

Auinger: „Warmes Wasser wird in Kindergärten und Schulen dringend benötigt – an Sonderschulen, Schulen mit Inklusion, in Küchen und Wickelbereichen“

Der Vorschlag von Baustadträtin Martina Berthold, in den städtischen Schulen kein warmes Wasser mehr fließen zu lassen, sorgt derzeit für heftige Diskussionen. „Ich habe volles Verständnis dafür, dass man sich in Zeiten wie diesen Gedanken darüber macht, wie und wo man sinnvoll Energie sparen kann. Ich habe aber null Verständnis dafür, wenn man es auf Kosten von Kindern und Jugendlichen austragen will“, so Auinger, der in dieser Frage das Gespräch mit Martina Berthold suchen wird.

Das städtische Schulamt hat auf Wunsch der Bauabteilung alle Schulen angeschrieben, wo eine Stilllegung der Warmwasser-Versorgung pädagogisch und organisatorisch möglich wäre. „Das städtische Schulamt hat bereits im September darauf hingewiesen, dass wir gerade im Kindergarten- und Schulbereich in vielen Bereichen dringend warmes Wasser benötigen. Ein bedingungsloses Abdrehen des Warmwassers ist definitiv nicht vorstellbar“, betont Auinger.

So ist Warmwasser beispielsweise in den Wickelbereichen und Brausen der Kindergärten notwendig, ebenso in den Küchen beim Hygiene-Waschbecken sowie an den Sonderschulen und Schulen mit Inklusion, die schwer beeinträchtigte Kinder betreuen. Auch die Sportlehrer:innen benötigen im Arbeitsalltag die Möglichkeit, sich entsprechend mit warmem Wasser zu duschen. „Bei all den unterschiedlichen Regeln im Bildungsbereich wäre es einmal höchste Zeit, sich auf einheitliche Maßnahmen zu einigen. Eine Insel-Lösung für die Stadt Salzburg beim Warmwasser auf Kosten der Kinder darf es aber nicht geben“, ergänzt Auinger.

„Wir haben uns im Austausch mit den Schuldirektor:innen mit dem Thema Energiesparen an Schulen beschäftigt. Die Direktor:innen sind bereit, einen Beitrag zum Energiesparen zu liefern und haben auch entsprechende Vorschläge geliefert, die fristgerecht am 14. Oktober an die zuständige Bauabteilung übermittelt werden. Ich gehe davon aus, dass die gemeldeten Warmwasser-Erfordernisse dann auch so berücksichtigt werden.“

Tennis-​Traglufthalle in Gnigl feiert Eröffnung mit Tag der offenen Tür

12.10.2022
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Erfreuliche Entwicklung für den Tennissport

Dass in der Stadt Salzburg internationale Tennis-Turniere wie die Salzburg-Open ausgetragen werden, ist nicht nur für den Spitzensport, sondern gerade für den Breitensport ein wichtiges Signal. Mit der Eröffnung der Traglufthalle in Gnigl ist nun ein weiterer wichtiger Schritt in die richtige Richtung gelungen. Die von der European Tennis Base in Kooperation mit dem Salzburger Tennisverband und der ASKÖ Salzburg errichtete Anlage dient in erster Linie dem Jugend- und Leistungstraining und Veranstaltungen des STV. Verbleibende Kapazitäten stehen natürlich allen Tennisbegeisterten zur Verfügung.

„Wir spüren einen enormen Trend hin zum Tennis-Sport und bemühen uns deshalb gemeinsam mit dem Salzburger Tennisverband auch die entsprechende Infrastruktur bereitzustellen. Die Investition in die neue Traglufthalle ist ein erster Schritt, um für mehr Sportlerinnen und Sportler im Zentralraum den Zugang zum Tennis in den Wintermonaten zu schaffen“, sagt Sportlandesrat Stefan Schnöll.

Der für Sport zuständige Vizebürgermeister Bernhard Auinger ist ebenfalls hoch erfreut über die neue Anlage: „Die Traglufthalle ist ein klares Bekenntnis zum Tennissport. Tennis ist im Aufwind, daher ist diese Anlage auch für die Zukunft eine wichtige und dringend notwendige Investition“.

Stadt und Land finanziell beteiligt

Die Investitionskosten belaufen sich auf rund EUR 300.000. Davon zahlen die Stadt Salzburg 10 Prozent und das Land Salzburg 30 Prozent. Den Rest finanziert die European-Tennis-Base selbst.

Schlau in Lehen: Vorzeige-​Bildungsprojekt für die Zukunft

05.10.2022
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So schaut`s aus – Sieger des Architekturwettbewerbs gekürt

Das Bildungsbauprogramm „Schlau im Stadtteil“ geht weiter. Diesmal geht es um den Stadtteil Lehen und um die Sanierung der Volksschule Lehen 1 und 2 mit Erweiterung der Ganztagesbetreuung. Außerdem kommt es zum Teilneubau des Kindergartens in der Franz-Martin-Straße 1. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 35 Millionen Euro.

Die Sieger des Architekturwettbewerbs – von der Bauherrin Stadt Salzburg Immobilien Gesellschaft (SIG) ausgeschrieben – stehen fest. Das Architekturbüro „PLOV“ aus Wien konnte sich gegen acht andere Projekte durchsetzen und die Ausschreibung für sich entscheiden.

Amtsleiterin Jutta Kodat zum größten Bildungsbauprojekt seit dem Campus Gnigl: „Wir haben 2018 alle Schulstandorte – hinsichtlich ihres baulichen Zustands und der Optionen für den weiteren Ausbau der Ganztagsbetreuung evaluiert. Das Projekt in Lehen wird im Rahmen des Bildungsbauprogramm das Größte sein. Besonders wichtig als Schulerhalter ist es, dass auf Basis der pädagogischen Vorgaben der Schule bzw. der Nutzer:innen wie Direktion, Lehrer:innen und Freizeitpädagog:innen die Vorbereitung für den Wettbewerb gemeinsam erarbeitet wurde und dass das Haus im Schulbetrieb gut funktioniert. Darüber hinaus gab es einen breiten Beteiligungsprozess bei dem auch Eltern eingebunden waren.“

Nachhaltiger Holz-Hybridbau für VS Lehen

Ein wichtiger Grundgedanke der beiden Architekten Marion Gruber und Christoph Leitner war eine hohe Qualität für alle Lernbereiche und Gruppenräume zu schaffen.

Die Volksschule 1 und 2 im Stadtteil Lehen wird vollumfänglich saniert und Richtung Westen erweitert. Das Schulwartsgebäude wird abgerissen und neugestaltet, ein barrierefreier Vorplatz entsteht und dient als einladender Empfangsbereich der neuen Volksschule Lehen. Der Neubau wird als Holz-Hybridbau umgesetzt und im Erdgeschoß sind, laut der beiden Architekten, unter anderem Unterrichtsräume „für alle“ geplant. Auch das Erscheinungsbild wird ein freundliches und klimagerechtes. Es wird durch Holz und Begrünung geprägt sein.

Schulgebäude der kurzen Wege

Die Schüler:innen werden zukünftig in neu entwickelten „Lernhäusern“ unterrichtet, die zentral über eine sogenannte Kaskadenstiege erschlossen sind. Dadurch ergeben sich innerhalb des Schulgebäudes kurze Wege und steht für einen praktikablen, modernen und zukunftsorientierten Schulbetrieb.

Heimeliger und kindergerechter Holzbau

Der bestehende Teil des Kindergartens wird um einen neuen Holzbau ergänzt und erweitert. Dabei entsteht eine L-Form mit Freiraum hin zur Salzach. Auch ein großzügiger Vorplatz wird geschaffen. Die Gruppenräume sind alle Richtung Süden angelegt. Die beiden Architekten der Firma PLOV legten bei der Planung großen Wert auf wenig Materialien und klare Kompositionen. Von außen geben Holz, Glas und Grünpflanzen den Ton an – eine angenehme Atmosphäre für die Kleinen wird dadurch geschaffen.

Raum als dritter Pädagoge

Aus pädagogischer Sicht spielt der Raum an sich eine wertvolle Rolle. Auinger verleiht dem Nachdruck: „Der Raum ist der „dritte Pädagoge“ und damit ein ganz entscheidender Teil des pädagogischen Konzepts. Der richtige Raum verbessert den pädagogischen Erfolg, die Arbeitsbedingungen und das allgemeine Wohlbefinden. Für den Bildungsstandort Salzburg werden wir hier in Lehen ein innovatives und zukunftsorientiertes Best Practice Modell für Kinder und Pädagog:innen umsetzen, auf das sich alle freuen können.“

Als direkt betroffene freut sich Volksschul-Direktorin Silvia Wallinger besonders über die Modernisierung an ihrem Schulstandort: „Ich kann es kaum mehr bis zum Startschuss der baulichen Maßnahmen erwarten und bin dankbar für die rege Miteinbeziehung bei diesem Projekt. Mein Kollegium und ich freuen uns darauf, im neuen Haus unsere pädagogischen Visionen durch die passenden Rahmenbedingungen in die Wirklichkeit umzusetzen.“

Nachhaltige Vorzeigeprojekte für Stadtteil Lehen

Vizebürgermeister Bernhard Auinger, Ressortzuständiger für Schulen- und Kinderbetreuungseinrichtungen, betont die vielen Vorteile des Aus- und Umbaus für die Schüler:innen und Kindergartenkinder: „Mit der Sanierung der Volksschulen 1 und 2 und dem Neubau des Kindergartens Lehen in Holzhybridbauweise schaffen wir im dynamischen Stadtteil Lehen nachhaltige Vorzeigeprojekte. Holz ist nicht nur ressourcenschonend und energieeffizient, sondern bringt auch viele pädagogische Vorteile mit sich: Es steigert die Konzentrationsfähigkeit und senkt das Stress- und Konfliktpotential. Eine Winwin-Situation für Kinder und Pädago:innen und in weiterer Folge auch für die Eltern. Auch für die heimische Wirtschaft ist dieses Projekt ein wichtiger Impuls.“

Einbindung von Stakeholdern

Im Vorfeld dieses Mega-Bildungsprojektes fand ein großzügiger Beteiligungsprozess mit den betroffenen Stakeholdern statt. Mit dabei waren neben den Elternvereinen, die Bildungsdirektion, der Verein Spektrum, das Musikum und viele mehr. Beim Beteiligungsprozess waren die magistratsinternen Abteilungen der zukünftigen Verwaltung ebenfalls intensiv eingebunden.

Vorübergehend Plastik statt Grün

Das Projekt hat vielerlei Vorzüge, sei es der Einsatz von alternativen Energien oder die ressourcenschonende Holzbauweise. Bis zur Fertigstellung ist es aber noch ein „steiniger“ und langer Weg. Die Containerlösung und die langjährige Baustelle im Bereich Lehener Park, erfordert viel Geduld von Anrainer:innen und Parkbesucher:innen. Das Endergebnis und die damit einhergehende Aufwertung für den Stadtteil Lehen lohnt sich auf alle Fälle. Denn am Ende profitieren insgesamt tausende Kinder von dem top-modernen Bildungsgebäude.

Weitere Details gibts hier