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Schul-Schwimmkurse rasch ermöglichen

26.04.2021

Öffnung der Freibäder steht vor der Tür – Jeder Badeunfall ist einer zu viel

 In Österreich sterben jährlich rund 40 Personen an den Folgen eines Ertrinkungsunfalles. Bei tödlichen Kinderunfällen ist Ertrinken die häufigste Ursache. Angesichts dieser erschreckenden Zahl hat die Stadt Salzburg gemeinsam mit dem Land Salzburg und weiteren Partnern mit Beginn des Schuljahres 2020/21 ein österreichweites Vorzeigeprojekt gestartet: Alle Zweitklassler*innen in den Volksschulen (VS) der Stadt Salzburg bekommen Gratis-Schwimmunterricht. Die Kurse finden dabei im Rahmen des regulären Unterrichts statt. „Derzeit steht leider auch bei unserem Schulschwimm-Projekt die Ampel auf Rot. Dieses Projekt ist bei Lehrer*innen, Kindern und den Eltern enorm gut angekommen. Daher ist es umso trauriger, da einerseits die Schwimm-Trainer*innen des Neuen Verbands der Schwimmvereine und der Wasserrettung bereit wären und andererseits die Kapazitäten der derzeit ohnehin geschlossenen städtischen Hallenbäder frei verfügbar wären“, so der für Schulen und Sport zuständige Vizebürgermeister Bernhard Auinger.

Beim Schulschwimm-Projekt scheitern wir aktuell daran, dass die Schwimm-Trainer*innen als schulfremde Personen nicht zum Unterreicht herangezogen werden dürfen. Hier fordere ich von BM Fassmann eine rasche Entscheidung und eine ganz klare Regelung, dass schulfremde Personen unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen für den Schulunterricht herangezogen werden können. Die Schwimmtrainer*innen würden die Schule dabei ohnehin nicht betreten, da der Schwimmunterricht nur im Hallenbad und somit außerhalb des Schulgebäudes stattfinden würde. Mit einer neuen Regelung könnte das Schwimmprojekt in der Stadt Salzburg wieder fortgesetzt werden. Wenn dadurch auch nur ein Unfall verhindert werden kann, hat sich diese neue Regelung bereits gelohnt“, so Auinger.

Gerade vor Öffnung der städtischen Freibäder und der Seen ist es mir ein großes Anliegen, dass noch so viele VS-Zweitklassler wie möglich den Schwimmkurs abhalten können. Jeder Kurs kann Leben retten“, betont Auinger.

Die Lage ist wirklich dramatisch. Im ganzen Bundesland finden für Kinder derzeit keine Schwimmkurse statt. Wir reden von Wirtschaftshilfen und dem Impfpass, dabei vergessen wir wieder einmal auf die Jüngsten in der Gesellschaft. Gerade im Bad oder am See reicht eine Sekunde der Unaufmerksamkeit für einen schrecklichen Unfall. Das Ermöglichen von Schwimmkursen ist daher kein „nice to have“, sondern eine lebensrettende Notwendigkeit“, ergänzt SPÖ-Landesparteivorsitzender David Egger.

Ich werde auch nicht müde, die Bedeutung eines Hallenbades für den Flachgau hervorzustreichen. Derzeit müssen viele Eltern aber auch Schulen aus dem Flachgau in die Stadt Salzburg oder das benachbarte Oberösterreich ausweichen, um das Schwimmen zu erlernen. Daher gibt es bei dieser Thematik keine zwei Meinungen. Es darf definitiv nicht am Geld scheitern“, so Egger.

Die Freibadsaison aber natürlich auch die Seen-Saison steht vor der Tür. Ich möchte diesen Sommer von keinem einzigen Badeunfall aufgrund ausgefallener Schwimmkurse lesen. Bundesminister Fassmann muss hier rasch klare Regeln präsentieren. Man darf auch gespannt sein, wie der neue Gesundheitsminister in dieser Frage agieren wird. Entscheidungen mit Augenmaß können Leben retten“, hofft Egger auf ein rasches Ermöglichen von Schwimmkursen.

Auch bei der Radfahrprüfung standen die Ampeln zunächst auf Rot. Dennoch wurde eine verantwortungsvolle, kreative und flexible Lösung für die Kinder gesucht und schließlich auch gefunden. Selbiges erwarten wir uns auch für das Schul-Schwimmen. Die Sicherheit der Kinder steht für uns über allem“, schließen Auinger und Egger.

Altpapier-​Sammlung in der Stadt wird umweltfreundlicher und bequemer

24.04.2021

Das EU-Kreislaufwirtschaftspaket (CEP – Circular Economy Package) setzt strenge Vorgaben zur Wiederverwertung. Bis 2025 müssen 55 Prozent der Siedlungsabfälle recycelt werden. 2030 soll der Anteil bei 60 Prozent und ab 2035 bei 65 Prozent liegen. Derzeit sammeln die Stadt-Salzburger*innen rund 10.000 Tonnen Altpapier im Jahr. Die Zeitungen, Zeitschriften und Verpackungen landen einerseits bei den rund 1.000 öffentlichen Papiersammelstellen, andererseits gibt es in der Stadt Salzburg bereits 6.445 Papierbehälter, die privaten Liegenschaften zugeordnet sind. Diese Mischung aus Bring- und Holsystem ist auf Dauer weder ökologisch noch ökonomisch. Es verhindert die notwendige Optimierung der Altpapierentsorgung in der Landeshauptstadt. Mitte Mai startet daher das Abfallservice die Umstellung der Altpapier-Sammlung im Versuchsgebiet entlang der Alpenstraße.

„Die Themenfelder Ökologie, Klimaschutz und Nachhaltigkeit werden immer wichtiger und durchdringen täglich unsere Lebensbereiche. Gerade das städtische Abfallservice hat hier eine sehr verantwortungsvolle und tragende Rolle. Mit der schrittweisen Umstellung der Papiersammlung von einem Bring- zu einem Holsystem schlagen wir gleich mehrere umweltbewusste Fliegen mit einer Klappe. Es wird weniger Fahrten und Umweltbelastung und gleichzeitig mehr Komfort für die Bürger*innen geben. Das Stadtbild wird überdies durch das Wegfallen der teils zugemüllten Sammelstellen aufgewertet.

Für mich ist die Umstellung aber nicht nur ein Anliegen, sondern eine Verpflichtung gegenüber der Umwelt. Ich freue mich, gemeinsam mit dem städtischen Abfallservice einen Schritt zu mehr Ökologie zu gehen. Wir werden diesen Weg der Nachhaltigkeit und Ressourcen-Schonung konsequent weiterverfolgen. Das gesamte Team mit Amtsleiter Jürgen Wulff-Gegenbaur zieht hier zu hundert Prozent an einem Strang“, informiert Bürgermeister Stellvertreter Bernhard Auinger, zuständig für die städtische Abfallwirtschaft.

Umstellung startet am 3. Mai – Sammeln wird bequemer
„Im Rahmen der Umstellung der Papiersammlung erhalten alle privaten Liegenschaften entlang der Alpenstraße zwischen Salzach und Hellbrunner Allee von der Nonntaler Brücke bis zur Hellbrunnbrücke, die noch keine eigene Papiertonne haben, in den kommenden Wochen kostenlos einen Papiersammel-Behälter zugestellt. Sie können so bequem ihr Altpapier sammeln, die Wege zu öffentlichen Altpapiertonnen entfallen. Bei jenen Liegenschaften, die bereits eine eigene Papiertonne haben, kommt es je nach Anzahl der Bewohner zu einer Anpassung des Abfuhrintervalls. Die Abfuhren werden dann je nach Einteilung wöchentlich, 14-tägig oder monatlich erfolgen. Mit dem Start der Umstellung werden im Versuchsgebiet alle öffentlichen Papiersammelstellen ersatzlos entfernt“, erklärt der Leiter des städtischen Abfallservice Jürgen Wulff-Gegenbaur.

Die betroffenen Liegenschaftseigentümer*innen erhalten nächste Woche ein Informationsschreiben des Abfallservice. Die neuen Tonnen werden zwischen 3. und 15. Mai ausgeliefert.

Alle Details dazu findet ihr hier

Schrittweise Öffnungen im Amateursport noch im April gefordert

20.04.2021

Der Salzburger SPÖ-Chef David Egger, SPÖ-Sportsprecher Maximilian Köllner und Bürgermeister-Stv. Bernhard Auinger fordern Planungs- und Öffnungsperspektiven für den Amateursport

Ab dem 19. April werden in der Schweiz weitreichende Öffnungsschritte umgesetzt. Neben einer Öffnung der Gastronomie im Freien, sind unter besonderen Beschränkungen auch wieder Veranstaltungen möglich. Die größten Lockerungsschritte umfassen den Sportbereich. Bei Veranstaltungen Freien sind in der Schweiz ab sofort wieder 100 Zuschauer*innen bei einer maximalen Auslastung der Stadionkapazität von einem Drittel erlaubt. Bei Sportarten ohne Körperkontakt können auf Amateurstufe wieder Wettkämpfe mit maximal 15 Personen, allerdings ohne Publikum, durchgeführt werden. Der Salzburger SPÖ-Landesparteichef David Egger, SPÖ-Sportsprecher im Nationalrat Maximilian Köllner und der Salzburger Bgm.-Stv. Bernhard Auinger fühlen sich angesichts dieser Entscheidung im Nachbarland in ihrer Forderung bestätigt, den Amateursport so rasch wie möglich wieder schrittweise zu öffnen. Egger fasst diese wie folgt zusammen: „Es braucht dringend noch vor Mai wie jetzt in der Schweiz Öffnungsschritte im Amateursportbereich. „Öffnung des Nachwuchssports war ein erster wichtiger Schritt, weitere Schritte für den Amateursport müssen jetzt unbedingt folgen. Denn Bewegung ist gesund und gerade jetzt in der Pandemie umso wichtiger.“

SPÖ-Sportsprecher Köllner: „Bundesregierung muss Amateursport höheren Stellenwert einräumen“

„Dass der Sportausschuss des Nationalrates abgesagt wurde, zeigt einmal mehr, welch niedrigen Stellenwert der Sport in den Köpfen von Sportminister Kogler und seinen Regierungskollegen hat. Anstatt endlich über konkrete Perspektiven und mögliche Öffnungsschritte zu diskutieren, werden die sportbegeisterten Menschen weiterhin in der Luft hängengelassen“, nimmt Maximilian Köllner die Bundesregierung hart ins Gericht und verweist auf die jüngst im „European Heart Journal“ erschienene Studie, welche einmal mehr bestätigt, dass körperliche Arbeit krank macht, Sport dafür Leben rettet. „Dennoch wird Bewegung und Sport bedauerlicherweise weiterhin als Problem und nicht als wichtiger Beitrag zur Bekämpfung dieser Gesundheitskrise gesehen“, so Köllner weiter.

Lage der 15.000 Sportvereine in Österreich spitzt sich zu

Sinkende Mitgliederzahlen, eine fehlende Perspektive und öffentlich zur Schau getragenes Desinteresse beim grünen Sportminister Werner Kogler bestärken die Vereine im Gefühl des Allein-Gelassen-werdens. Die Frage – wie es im Amateursportbereich weitergehen soll – wird, wenn überhaupt, mit einem Achselzucken beantwortet. Für die drei SPÖ-Politiker stehen daher bezüglich Amateursport drei Forderungen ganz oben auf der Prioritätenliste: Erstens fordern sie einen transparenten Zeitplan mit geplanten Öffnungsschritten, damit es auch im Meisterschaftsbetrieb des Amateursportbereichs endlich wieder eine Perspektive und Planungssicherheit geben kann. „Mittlerweile ist die Situation des Wartens für die Vereine, Funktionär*innen, Trainer*innen und Sportler*innen unerträglich, da sie in der Zeit der Untätigkeit viele Mitglieder verlieren“, weiß Auinger aus vielen Gesprächen mit Verantwortlichen aus den Sportvereinen. Zweitens wird gefordert, Outdoor-Trainings wieder für den gesamten Amateursport zu erlauben. „Wie beim Nachwuchs muss es unter Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen und Testungen endlich auch wieder Erwachsenen erlaubt sein, Outdoor ihrem Sport nachgehen zu können.“ Und drittens brauche es auch für den Einzelsport im Innenbereich ohne Körperkontakt (Geräteturnen, Badminton, Gesundheitssport usw.) eine Öffnungsperspektive. Die Frage der Indoor-Öffnungen müsse freilich differenzierter betrachtet werden, doch auch hier könnten kreative und flexible Lösungen geschafft werden. „Ich darf mir von meinem Friseur die Haare schneiden lassen, aber nicht gegen ihn Badminton spielen. Ganz nachvollziehbar ist das nicht“, so Egger, welcher geknüpft an Eintrittstests, auch Öffnungsschritte für den Sport in Innenräumen fordert.

Nachwuchsöffnung für ASKÖ erster Schritt in richtige Richtung

Der erste Lockerungsschritt für den Nachwuchssport war für die ASKÖ zwar ein erster wichtiger Schritt, auch wenn die Umsetzung der strikten Hygieneregeln für die ehrenamtlichen Betreuer*innen einen enormen Aufwand mit sich brachte. „Wir hatten und haben immer noch zahlreiche Rückmeldungen von Vereinen und Eltern bekommen, dass man froh ist, dass die Kinder endlich wieder trainieren dürfen. Nun ist es aber dringend an der Zeit, dass auch der Breitensport für Erwachsene rasch ermöglicht wird. Bei allen bisherigen Entscheidungen der Bundesregierung fanden die enormen positiven Einflüsse von Sport auf die Gesundheit der Menschen leider keinerlei Berücksichtigung“, fasst ASKÖ Salzburg Geschäftsführer Jan Häuslmann die derzeitige Situation zusammen.