Der Salzburger SPÖ-Chef David Egger, SPÖ-Sportsprecher Maximilian Köllner und Bürgermeister-Stv. Bernhard Auinger fordern Planungs- und Öffnungsperspektiven für den Amateursport
Ab dem 19. April werden in der Schweiz weitreichende Öffnungsschritte umgesetzt. Neben einer Öffnung der Gastronomie im Freien, sind unter besonderen Beschränkungen auch wieder Veranstaltungen möglich. Die größten Lockerungsschritte umfassen den Sportbereich. Bei Veranstaltungen Freien sind in der Schweiz ab sofort wieder 100 Zuschauer*innen bei einer maximalen Auslastung der Stadionkapazität von einem Drittel erlaubt. Bei Sportarten ohne Körperkontakt können auf Amateurstufe wieder Wettkämpfe mit maximal 15 Personen, allerdings ohne Publikum, durchgeführt werden. Der Salzburger SPÖ-Landesparteichef David Egger, SPÖ-Sportsprecher im Nationalrat Maximilian Köllner und der Salzburger Bgm.-Stv. Bernhard Auinger fühlen sich angesichts dieser Entscheidung im Nachbarland in ihrer Forderung bestätigt, den Amateursport so rasch wie möglich wieder schrittweise zu öffnen. Egger fasst diese wie folgt zusammen: „Es braucht dringend noch vor Mai wie jetzt in der Schweiz Öffnungsschritte im Amateursportbereich. „Öffnung des Nachwuchssports war ein erster wichtiger Schritt, weitere Schritte für den Amateursport müssen jetzt unbedingt folgen. Denn Bewegung ist gesund und gerade jetzt in der Pandemie umso wichtiger.“
SPÖ-Sportsprecher Köllner: „Bundesregierung muss Amateursport höheren Stellenwert einräumen“
„Dass der Sportausschuss des Nationalrates abgesagt wurde, zeigt einmal mehr, welch niedrigen Stellenwert der Sport in den Köpfen von Sportminister Kogler und seinen Regierungskollegen hat. Anstatt endlich über konkrete Perspektiven und mögliche Öffnungsschritte zu diskutieren, werden die sportbegeisterten Menschen weiterhin in der Luft hängengelassen“, nimmt Maximilian Köllner die Bundesregierung hart ins Gericht und verweist auf die jüngst im „European Heart Journal“ erschienene Studie, welche einmal mehr bestätigt, dass körperliche Arbeit krank macht, Sport dafür Leben rettet. „Dennoch wird Bewegung und Sport bedauerlicherweise weiterhin als Problem und nicht als wichtiger Beitrag zur Bekämpfung dieser Gesundheitskrise gesehen“, so Köllner weiter.
Lage der 15.000 Sportvereine in Österreich spitzt sich zu
Sinkende Mitgliederzahlen, eine fehlende Perspektive und öffentlich zur Schau getragenes Desinteresse beim grünen Sportminister Werner Kogler bestärken die Vereine im Gefühl des Allein-Gelassen-werdens. Die Frage – wie es im Amateursportbereich weitergehen soll – wird, wenn überhaupt, mit einem Achselzucken beantwortet. Für die drei SPÖ-Politiker stehen daher bezüglich Amateursport drei Forderungen ganz oben auf der Prioritätenliste: Erstens fordern sie einen transparenten Zeitplan mit geplanten Öffnungsschritten, damit es auch im Meisterschaftsbetrieb des Amateursportbereichs endlich wieder eine Perspektive und Planungssicherheit geben kann. „Mittlerweile ist die Situation des Wartens für die Vereine, Funktionär*innen, Trainer*innen und Sportler*innen unerträglich, da sie in der Zeit der Untätigkeit viele Mitglieder verlieren“, weiß Auinger aus vielen Gesprächen mit Verantwortlichen aus den Sportvereinen. Zweitens wird gefordert, Outdoor-Trainings wieder für den gesamten Amateursport zu erlauben. „Wie beim Nachwuchs muss es unter Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen und Testungen endlich auch wieder Erwachsenen erlaubt sein, Outdoor ihrem Sport nachgehen zu können.“ Und drittens brauche es auch für den Einzelsport im Innenbereich ohne Körperkontakt (Geräteturnen, Badminton, Gesundheitssport usw.) eine Öffnungsperspektive. Die Frage der Indoor-Öffnungen müsse freilich differenzierter betrachtet werden, doch auch hier könnten kreative und flexible Lösungen geschafft werden. „Ich darf mir von meinem Friseur die Haare schneiden lassen, aber nicht gegen ihn Badminton spielen. Ganz nachvollziehbar ist das nicht“, so Egger, welcher geknüpft an Eintrittstests, auch Öffnungsschritte für den Sport in Innenräumen fordert.
Nachwuchsöffnung für ASKÖ erster Schritt in richtige Richtung
Der erste Lockerungsschritt für den Nachwuchssport war für die ASKÖ zwar ein erster wichtiger Schritt, auch wenn die Umsetzung der strikten Hygieneregeln für die ehrenamtlichen Betreuer*innen einen enormen Aufwand mit sich brachte. „Wir hatten und haben immer noch zahlreiche Rückmeldungen von Vereinen und Eltern bekommen, dass man froh ist, dass die Kinder endlich wieder trainieren dürfen. Nun ist es aber dringend an der Zeit, dass auch der Breitensport für Erwachsene rasch ermöglicht wird. Bei allen bisherigen Entscheidungen der Bundesregierung fanden die enormen positiven Einflüsse von Sport auf die Gesundheit der Menschen leider keinerlei Berücksichtigung“, fasst ASKÖ Salzburg Geschäftsführer Jan Häuslmann die derzeitige Situation zusammen.