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Erster Schultag für 1.287 Salzburger Kinder in der Stadt Salzburg

03.09.2025

Bürgermeister Auinger bittet Autofahrer:innen um besondere Rücksicht

Am kommenden Montag, 8. September 2025, beginnt auch für Schüler:innen in der Stadt Salzburg das neue Schuljahr. Besonders aufregend ist dieser Tag für die 1.287 Tafelklassler:innen, davon 1.264 in Volksschulen (VS) und 23 in Allgemeinen Sonderschulen (ASO). 625 Mädchen und 662 Buben starten damit in ihre schulische Laufbahn.

Es handelt sich dabei um vorläufige Zahlen, die sich noch leicht verändern können.

Appell an Autofahrer:innen: Bitte besondere Rücksicht vor Volksschulen!

„Ich wünsche allen Kindern einen guten Start ins neue Schuljahr und besonders den Erstklassler:innen viel Freude beim Entdecken der Welt des Lernens. Mein Appell geht zugleich an alle Autofahrer:innen: Bitte fahren Sie vor allem vor Volksschulen vorsichtig. Gerade in den ersten Schulwochen brauchen die Jüngsten im Straßenverkehr unsere besondere Aufmerksamkeit“, so Bürgermeister Bernhard Auinger. Vor allen städtischen Volksschulen werden zum Schulbeginn deshalb erneut Plakate aufgestellt, die an die Rücksicht der Autofahrer:innen appellieren.

Schülerzahlen im Überblick

In der Schulstufe 0, also der Vorschulstufe in Volksschulen und Sonderschulen, werden 474 Kinder unterrichtet.

Die Volksschulen in der Stadt Salzburg besuchen insgesamt 5.597 Schülerinnen (2.695 Mädchen und 2.902 Buben) in 269 Klassen. Dazu kommen noch 124 Kinder an der Rudolf Steiner-Schule, die in sechs Klassen unterrichtet werden.

Die Mittelschulen (MS) zählen 2.313 Schüler:innen (1.059 Mädchen und 1.254 Buben). In der Polytechnischen Schule (PTS) sind es 116 Schüleri:nnen (46 Mädchen und 70 Burschen).

Mit Lenkmaßnahmen gegen touristischen Verkehrskollaps

01.09.2025
Bgm. Auinger: „Nur mit Freiwilligkeit wird’s nicht gehen“ – Konzept bis Jahresende

Bürgermeister Bernhard Auinger und Planungsstadträtin Anna Schiester wollen stärker gegen den touristischen Verkehrskollaps zu den Hauptsaisonen vorgehen. „Es muss uns gelingen, die attraktiven Angebote der Park & Ride-Plätze in den Köpfen der Gäste zu platzieren. Nur mit Freiwilligkeit wird’s aber nicht gehen. Daher werden jetzt zusätzlich auch juristische Möglichkeiten ausgelotet, Touristen-Pkw‘s umzulenken“, betonen die beiden. Geplant seien zudem entsprechende Infokampagnen u.a. entlang der Haupteinfahrtsrouten. Auch das Land und den Verkehrsverbund will der Bürgermeister dafür in die Pflicht nehmen.

Touristen frühzeitig abfangen

„Wir freuen uns über alle Gäste, die die Stadt Salzburg besuchen. Sie sollen jedoch bereits an den Haupteinfahrtsrouten abgefangen werden, um nicht mit ihren Autos die Straßen im Stadtinneren zu verstopfen“, so Auinger. Der massive Protest der Maxglaner Wirtschaft und des Altstadtverbandes während der Regentage im Sommer – bei zugleich nicht ausgelasteten Park & Ride-Plätzen mit attraktivem ÖV-Angebot – verlangten nach Maßnahmen. „Es ist ja auch keine Willkommenskultur, wenn alles steht“, so Auinger. Bevölkerung, Gäste, Wirtschaft und Einsatzorganisationen litten darunter.

Klare, einfache Info

In einer ersten Runde mit Fachleuten der Polizei, der TSG und dem Magistrat wurden am Mittwoch, 28. August 2025, im Bürgermeisterbüro mögliche Maßnahmen erörtert. Darunter die Vereinheitlichung der Tickets für alle bestehenden Park & Ride-Plätze der Stadt und verstärkte Bewerbung entlang der Hauptzufahrtsrouten Münchner Bundesstraße, Innsbrucker Bundesstraße, Alpenstraße und weiterer Stadteinfahrten. Dafür wurden Arbeitsgruppen in Sachen Info-Kampagne, Tarifgestaltung und juristische Prüfung eingesetzt. Das Konzept soll bis Jahresende vorliegen.

Testlauf Weihnachtszeit

„Ziel muss sein, dass Touristen die per Auto kommen auf Öffis umsteigen. Die Weihnachtszeit als weitere touristische Hochsaison soll dafür ein Testlauf werden“, so der Stadtchef abschließend.

Writer in Residence 2025: Slata Roschal arbeitet in Salzburg

01.09.2025

Die Stadt Salzburg vergibt das H.C. Artmann Lyrik-Stipendium 2025 an die Lyrikerin und Autorin Slata Roschal. Sie wird im November 2025 als Writer in Residence in Salzburg leben und arbeiten.

Bürgermeister Bernhard Auinger gratuliert der Schriftstellerin: „Mit dem H.C. Artmann Lyrik-Stipendium setzen wir ein starkes Zeichen für die Förderung zeitgenössischer Literatur in Salzburg. Es freut mich besonders, dass mit Slata Roschal eine Autorin nach Salzburg kommt, deren Texte gesellschaftlich hochrelevant und zugleich sprachlich eindrucksvoll sind. Ihr Aufenthalt wird nicht nur ihr eigenes Schaffen bereichern, sondern auch die Salzburger Literaturszene inspirieren und beleben.“

Eine ausgezeichnete Stimme der Gegenwartsliteratur

Slata Roschal wurde 1992 in Sankt Petersburg geboren und lebt in München. Sie studierte Germanistik, Slavistik und Komparatistik und promovierte 2021 an der LMU München. Für ihre Werke wurde sie mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2023 mit dem Feldkircher Lyrikpreis sowie dem Schubart-Literaturförderpreis der Stadt Aalen.

Ihre Texte überzeugen durch eine feine Beobachtungsgabe und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich aktuellen Themen wie Arbeitswelt, Kapitalismus oder Konsum. Neben ihrem literarischen Schaffen engagiert sie sich stark für die Literaturvermittlung: Sie hat ein Lyrik-Netzwerk aufgebaut, organisiert Lesungen und Ausstellungen und plant aktuell einen Lyrik-Podcast.

„Mit Slata Roschal dürfen wir in diesem Jahr eine vielseitige und mehrfach ausgezeichnete Autorin begrüßen, die hier – dank der Kooperation mit Literaturhaus, dem Fachbereich Germanistik der Uni Salzburg und mosaik – ein inspirierendes Umfeld vorfindet, aber auch Raum zum kreativen Schaffen. Ich wünsche Frau Roschal einen erfolgreichen Aufenthalt und lade sie dazu ein, sich mit der hiesigen Szene aus Kunst, Kultur und Wissen zu vernetzen“, so Kulturabteilungsvorständin Dagmar Aigner.

Arbeiten am neuen Manuskript in Salzburg

Während ihres Aufenthalts in Salzburg wird Slata Roschal an einem neuen Buch-Manuskript arbeiten, das 2026 erscheinen soll. Darin verbindet sie Lyrik und Prosa, kombiniert einen einfachen Plot mit literarischem Anspruch und Themen wie Mehrsprachigkeit und gesellschaftlicher Wirklichkeit.

Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen zählen:

  • Ich brauche einen Waffenschein ein neues bitteres Parfüm ein Haus in dem mich keiner kennt (Lyrikband, März 2025, Wunderhorn Heidelberg) – ausgezeichnet u. a. mit dem Feldkircher Lyrikpreis.
  • Ich möchte Wein trinken und auf das Ende der Welt warten (Roman, Februar 2024, Ullstein/claassen Berlin) – von der Kritik als „hochpolitisch“ und „zeitlos“ gefeiert.
  • 153 Formen des Nichtseins (Roman, 2022, homunculus Erlangen, 2024 Paperback bei Penguin München) – nominiert u. a. für die Longlist des Deutschen Buchpreises.

Über das Stipendium

Mit dem H.C. Artmann Lyrik-Stipendium lädt die Stadt Salzburg seit 2008 Autor:innen ein, sich intensiv mit dem Werk des österreichischen Dichters H.C. Artmann auseinanderzusetzen und eigene Projekte voranzubringen. Das Stipendium ist mit 1.500 Euro dotiert und umfasst einen kostenlosen Aufenthalt in der Wohnung Tobias (35 m²), ein Klimaticket für das Bundesland Salzburg sowie die Übernahme der Reisekosten innerhalb Europas. Das Stipendium wird in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Salzburg, der Universität Salzburg (Fachbereich Geschichte) und mosaik – dem Verein zur Förderung neuer Literatur und Kultur – vergeben.

Darüber hinaus bietet es die Möglichkeit, sich in Salzburgs Literaturszene zu vernetzen: Lesungen, Begegnungen mit Kolleg:innen und Student:innen sowie Veranstaltungen im Literaturhaus Salzburg sind ausdrücklich erwünscht.

Hintergrund zu H.C. Artmann

Hans Carl Artmann (1921–2000) war einer der bedeutendsten österreichischen Dichter und Mitbegründer der „Wiener Gruppe“. Neben seiner Dichtung veröffentlichte er Übersetzungen und setzte sich für junge Autor:innen ein. Seit 2003 trägt der Platz vor dem Literaturhaus Salzburg seinen Namen.